Gymnasium Altona Klasse 8a im Schuljahr 2000-2001   Die Würzburg-Reise
     
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Würzburgs Geschichte

An der Stelle, an der schon 1000 v.Chr. die Kelten eine Ringmauer errichtet hatten, steht heute die Festung Marienberg und blickt über die Stadt Würzburg und den Main. Ursprünglich hieß die Festung Marienberg Fliehburg der Hallstattzeit. Heute ist die Festung das Wahrzeichen von Würzburg und ein bedeutendes Beispiel für Verteidigungsanlagen.

Die Marienkirche, eine der ältesten Kirchen Deutschlands, befindet sich in den Festungsmauern. Sie wurde bereits im 8 Jahrhundert gebaut und der Jungfrau Maria geweiht. Die Festungsanlage um die Kirche wurde dagegen erst später errichtet.

Im 13. Jahrhundert wurde mit dem Bau einer großen Burg begonnen. Diese diente von 1253 bis 1720 als Residenz der Würzburger Fürstbischöfe. Durch die Fertigstellung mehrerer Verteidigungsanlagen entwickelte sich unter Rudolf von Scherenberg (1466 - 1495) eine sichere Festung. Ihre heutige Gestalt erhielt die Festung Marienberg durch Umbauten, die auf Anordnung von Bischof Julius Echter von Mespelbrunn (1573 – 1617) ausgeführt wurden. Er baute 1578 den Ostteil des Südflügels, ab 1600 den Nordflügel, dann den Marienturm und die Vorburg. Also hat er aus der Festung ein Schloss gemacht, das bis ins 18 Jahrhundert als bischöfliche Residenz diente. Im Zeughaus der Festung befinden sich die großen Weinpressen, die ein Zeugnis der langen Weinbaugeschichte dieser Region sind. Außerdem befindet sich dort das Mainfränkische Museum. Dieses verfügt über eine wundervolle Sammlung fränkischer Kunstwerke. Außerdem zeigt das Museum eine Reihe exzellenter Holzplastiken des berühmten Tilman Riemenschneider. Dieser wurde während des Bauernkrieges im Randesackerer Turm auf der Festung Marienberg gefangen gehalten und gefoltert.

Die Festung liegt auf einem Berg,der Bergnase genannt wird.. Nach Osten fällt der Berg zur Stadt steil ab, nach Süden stehen zum Teil Felsen an und auch auf der Nordseite ist es noch ziemlich steil. Doch wurde die Festung Marienberg von dieser Seite angegriffen. Das erklärt, warum das mächtige Neutor erbaut wurde. Fast flach kommt dagegen der Burgweg von Westen über den Nasenrücken. Das ist der bequemste Weg und war darum die gefährdetste Seite. Zwei Toranlagen waren früher zu passieren und dann stand der Feind erst vor dem finsteren Schönborntor. Dieses Tor mit seinen hohen Mauern und seiner gekrümmten Durchfahrt war uneinnehmbar. Einen Graben mit einer Zugbrücke darüber, hatte es früher auch noch. Leider wurde diese Toranlage erst am Ende des Dreißigjährigen Krieges gebaut. Da war das Unglück schon geschehen : Als es nämlich der Schwedenkönig Gustav Adolf mit seinen Soldaten gelang, die Festung einzunehmen, war das obere Tor, das Michaelstor- auch Echtertor genannt - der Eingang zur Festung. Hier hatte es schwere Kämpfe mit vielen Toten gegeben und schließlich auch den Sieg der Schweden.

Wenn man nun weiter in die Festung geht über den Wirtschaftshof mit Pferdeställen, Schwemme und Tränke kommen wir zum Scherenberg Tor, das im Bauernkrieg der Eingang gewesen war. Dieses Tor hatte damals einer Übermacht widerstanden. Kilian, Kolonat und Totnan, dazu Maria als Herzogin Frankens, stehen als Schutzpatrone über dem Eingang zur Burg. Dort sind zu sehen:

  • der runde Wachturm, in dem noch der Kerker erhalten ist
  • der über hundert Meter tiefe Brunnen, über dem ein zierliches Tempelhäuschen erbaut wurde
  • die Rundkirche mit den Grabplatten für die Fürstbischöfe im Fußboden
  • die unterirdischen Wehrgänge
  • der Fürstengarten mit der herrlichen Aussicht auf die Stadt
  • und schließlich die fürstbischöflichen Wohnräume, jetzt mit Museum und den beiden Stadtmodellen. Aus den Fenstern dieses Museums genießt man einen fürstlichen Blick über die Stadt

Inzwischen hat der bayerische Staat nach erheblicher Zerstörung von 1960 die ganze Burganlage komplett renoviert.


Wie wir zum Thema recherchiert haben
  • Schlösser in Bayern Karl Müller Verlag, Pauola Calore
  • Unser Würzburg von Marianne Erben
  • Insel Taschenbuch, Würzburg, literarischer Reiseweg, Herausgegeben und mit einem Nachwort versehen von Stefan Janson
Bilder
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Gymnasium Altona Eine Leistung der Klasse 8a im Schuljahr 2000-2001
Verantwortlich für den Inhalt: Susanne Bolte-Hermann (Klassenlehrerin)
Gymnasium Altona - Hohenzollernring 57 - 22763 Hamburg