Gymnasium Altona Klasse 8a im Schuljahr 2000-2001   Die Würzburg-Reise
     
Unsere Klasse
Seit einem Jahr sind wir als Klasse zusammen [mehr...]

Die Klassenreise
Warum gerade Würzburg? [mehr...]

Die Themen
Geschichte
Geschichte + Aktuell
Residenz 1
Residenz 2
Julius-Spital
Käppele
Mainbrücke 1
Mainbrücke 2
Mainfrankentheater
Marienkapelle
Riemenschneider
Universität

Lernen mit LIK
Lernsystem Informationskompetenz [mehr...]
Unser Thema: ...

 Julian   

Das Julius-Spital

Das Juliusspital wurde von Julius Echter von Mespelbrunn 1576 gestiftet. Julius Echter lebte von 1545 bis zum 13. September 1617 und wurde gerade zum Bischof von Würzburg gewählt. Den Grundstein legte er selbst am 12.3.1576. Das Juliusspital war 200 Jahre lang das größte seiner Art.

Die Erbauung des Juliusspitals dauerte von 1576 bis 1793.

Das Juliusspital hatte mehrere Funktionen. Es diente einmal als Klinik der Universität (dies war die wahrscheinlich wichtigste Funktion), als eine Herberge für Leute die arm waren oder die wenig Ansehen in der Gesellschaft hatten. Außerdem diente es als Waisenhaus und Altersheim und eine Art Hotel für Pilger, die nach Würzburg kamen.

Der Hintergrundgedanke des Juliusspitals war, all denen ein Dach über dem Kopf zu geben, die sonst keines hätten und so auf der Strasse leben müssten Es war also ein Vorgänger des Obdachlosenasyls. Über dies hinaus, gab es Verpflegung wie Essen und Trinken und außerdem gab es rät die, die es brauchten, Medikamente und Arznei.

Das Juliusspital war schlossartig angelegt. Es hatte große prunkvolle Fassaden und große Parkanlagen. Es gab auch eine Apotheke, die im Rokokostil gebaut wurde und noch heute zu besichtigen ist.

Der Rokokostil war ein Stil, bei dem die Verzierung nicht so ausladend war, sondern eher zurückhaltend oder dezent anders als beim Barock, bei dem alles sehr stark verziert und geschmückt war.

Das Juliusspital musste diesen Service und die Anlage aber irgendwie instand halten und auch das Essen und Trinken und nicht zuletzt die Medikamente bezahlen Aus diesem Grund schenkte Julius Echter dem Spital einige Weinberge. Mit ihnen war es kein Problem mehr die benötigten Waren zu kaufen denn die Weinberge lieferten gute Reben und so konnte man vorzüglich Wein herstellen, der gerne getrunken wurde. Ein Beweis dafür dass der Wein auch international Erfolg hatte war, dass ein Wein aus der Auslese des Julius-Bergs von 1950 bei der Krönung der englischen Königin Elisabeth 2. kredenzt wurde. Aber der Wein wurde nicht nur verkauft. Die Leute auf der Klinik und im Altersheim bekamen einmal in der Woche ein Glas voll Wein. Dies linderte den Schmerz bei den Kranken ein wenig und die alten Leute im Altersheim waren der beste Beweis dafür, dass man mit "Würzburger Stein" steinalt wurde.

1699 ließ dann Fürstbischof Johann Phillipp von Greifenclau den baufälligen Hinterbau durch einen Neubau, den heutigen Fürstenbau, in strengem Barock von Antonio Petrini ersetzen.

1745 brannte der Mittelbau des Juliusspitals nieder. Der Wiederaufbau erfolgte durch Balthasar Neumann nach den Plänen von Antonio Petrini.

1789 wurde wieder etwas umgestaltet. Der Vorderbau des Juliusspitals wurde überarbeitet und man begann mit der Verlegung der Kirche in den Fürstenbau.

Dann gab es einen besonders schweren Rückschlag für das Juliusspital, denn im zweiten Weltkrieg wurde das Juliusspital durch einen Luftangriff völlig zerstört Allerdings komme man es im vorherigen Stil wiederaufbauen und seitdem ist nichts mehr mit dem Juliusspital passiert.

An dem Prinzip des Juliusspitals hat sich bis heute nichts geändert, nur, dass das Juliusspital keine Herberge mehr ist, sondern nur noch Krankenhaus. Aber auch die Weinkellerei ist bis heute geblieben. Im Juliusspital gibt es 450 Betten, die aber durch ein neues Alten- und Pfürdeheim (das ist ein Heim bei dem man bezahlen muss für die erhaltenen Dienste) auf 670 Krankenbetten erweitert werden können. Das Juliusspital verfügt 3435 ha Wald, über 1100ha landwirtschaftliche Güter und nicht zuletzt über 120ha Weinberge in den besten Lagen Frankens.

Heutzutage kann man die schlossartigen Anlagen des Juliusspitals mit einer Führung besichtigen. Man kann die Gartenfront von Antonio Petrini oder die barocke Brunnenanlage von Jakob van der Auvera besichtigen. Jede Führung zeigt auch das große Kellergewölbe wo wie früher auch noch heute Wein lagert.


Wie wir zum Thema recherchiert haben
 

 


 
Gymnasium Altona Eine Leistung der Klasse 8a im Schuljahr 2000-2001
Verantwortlich für den Inhalt: Susanne Bolte-Hermann (Klassenlehrerin)
Gymnasium Altona - Hohenzollernring 57 - 22763 Hamburg