Die Alte Mainbrücke
Ich würde ihnen gerne einen kleinen Einblick
in den geschichtlichen Teil der Mainbrücke geben.
Die Mainbrücke ist nicht nur eine
Touristenattraktion die zur Verschönerung des Stadtbildes
beitragen soll, ihre Geschichte reicht tief in die Vergangenheit. In
Würzburg zeigen Funde von griechischer Keramik das Alter der
Stadt. Am Fuße des Marienbergs entwickelte sich eine Keltische
Siedlung, die um Christi Geburt von Germanen besiedelt wurde. Um 706
n.Ch. entstand auf dem Marienberg eine Rundkirche. Von diesem
Zeitpunkt an ging es mit Würzburg bergauf. Im 7. Jahrhundert
wurde die Stadt Mittelpunkt eines Herzogtums. Würzburg
entwickelte sich immer weiter und wurde schließlich eine
Bischofs Pfalz.
Durch die Stadt fließt der Main und trennte
zwei Siedlungen voneinander, die nur durch einen kleinen Furt
verbunden waren auf dem viele Fernhandelswege den Main kreuzten.
Dieser Furt wurde durch eine Brücke ersetzt die 1133 von dem
Baumeister Enzelin fertiggestellt wurde. Diese 179 m lange
Brücke hielt 300 Jahre und wurde immer nach Hochwassern
notdürftig geflickt, bis 1476 Meister Hans von Königshofen
anfing, eine neue Bogenbrücke auf den alten Pfeilern zu
errichten. 1543 war die sogenannte "Mainbrücke" mit
ihren Türmen, dem Zollhaus und der St.- Gotthards- Kappelle
fertiggestellt. Von dieser Zeit an wurde die Mainbrücke zu einem
der wichtigsten Bauwerke in Würzburg. Neugewählte
Bischöfe wechselten hier beim Einzug in den St. Kilians- Dom
ihre Kleider, und bis 1551 tagte auf der Mainbrücke sogar ein
Brückengericht. Ihren Figurenschmuck erhielt sie jedoch erst
1730. Als 1945 die mittleren Brückenjoche gesprengt wurde,
erlitten auch die Figuren große Schäden. 1950 war die
Brücke aber wieder völlig intakt und erstrahlt auch heute
noch in ihrem alten Glanz. Die Bürger von Würzburg waren
über den Zurückgewinn ihres liebgewonnenen Bauwerks so
glücklich, dass sie es sich bis heute nicht nehmen lassen, den
Wiederaufbau jedes Jahr mit einem Brückenfest zu
begießen.
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