Gymnasium Altona Klasse 8a im Schuljahr 2000-2001   Die Würzburg-Reise
     
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Marienkapelle

Die Marienkapelle ist eine spätgotische Hallenkirche der Bürgerschaft, mit dem Bau für die Kapelle wurde im Jahre 1377 begonnen, den Turmbau eingeschlossen, vollendeten sie den Bau im Jahre 1480.

An der Marienkapelle befindet sich eine reiche plastische Bauzier, z.B. die Portalfiguren Adam und Eva, wovon sich das Original von Riemenschneider jedoch in Maifränkischen Museum befindet. Die Kopien der beiden Figuren wurden im Jahre1975 an die Stelle der Originale gesetzt.

Auf der anderen Seite über dem Nordportal wird die Verkündung dargestellt, ein Engel bringt Maria die göttliche Botschaft von der Geburt ihres Sohnes: "Ave Maria ... Gegrüßt seiest du, Maria ... .", steht auf dem Spruchband.

Die Kapelle bekam im Jahre 1945 eine neue Ausstattung, da sie einige Zeit zuvor durch einen Brand bis auf ihr Fundament zerstört worden war.

Auf dem Altar der Kapelle findet man einige Tafelgemälde, z.B. die "Schöne Madonna" um 1420 und die Silbermadonna des 17.Jahrhunderts.

Dort gelegen sind auch zahlreiche Grabmäler fränkischer Ritter und Würzburger Bürger. Darunter auch die Grabmäler des Konrad von Schaumberg und des Tilman Riemenschneider. Beim Marktportal ist auch die Grabstätte des großen Barockarchitekten Balthasar Neuman (1687-1753).

Vor der Kapelle ist der Marktplatz und neben ihr das älteste Kaufhaus von Würzburg.

In der Adventszeit kommen viele Leute auf den Marktplatz vor der Kapelle, denn Weihnachtsbuden glitzern, duften und locken, wenn der große Christbaum strahlt und wenn von der Galerie der Marienkapelle herab die Posaunen Weihnachtslieder blasen.

Bevor die Marienkapelle gebaut wurde, war der Platz sehr sumpfig. Er wurde trockengelegt, als Bischof Rudolf von Scherenberg dort ein Ritterturnier erlaubte.

Für dieses große Turnier, das letzte das in Franken stattfand, wurden große Mengen von Sand angekarrt. Dies merkt man heute z.B. noch daran, dass man den ganzen Sand wieder wegbaggern musste als man vor ein paar Jahren vorhatte an diese Stelle eine Tiefgarage zu bauen (es kamen auch noch ein paar Reste von zerfallenen Holzhäusern zum Vorschein)

Und die Feuchtigkeit war nun auch wieder da.

Zur Marienkapelle :

Früher lebten die Juden dort, wo heute die Kapelle steht. Als dann 1347 die Beulenpest, der "Schwarze Tod", in Europa wütete, wurden die Juden verfolgt, da sie die Schuld daran zugewiesen bekamen.

Im Jahre 1377 wurde der Grundstein zur heutigen Marienkapelle gelegt (die Kirche wird Kapelle genannt, da sie keine Pfarrkirche ist, sondern sie ist die Rats- und Bürgerkirche von Würzburg.

1392 wird der Chor (Altarraum) eingeweiht.

1479 ist auch der Bau des Turmes der Kirche beendet

1493 werden Adam und Eva am Südportal aufgestellt.

Im Jahre 1711 wird der Turm durch einen Blitzschlag zerstört.

Zwei Jahre später bekommt die Kirche eine Barock Kuppel und darauf ihre Doppelmadonna aus vergoldetem Kupfer.

1859 gefällt der Turm den Würzburgern nicht mehr und er wird wieder gotisch.

1945 nach einem Angriff sind Dach, Fenster und Inneneinrichtung zerstört, auch die Mauern sind bis in ihre Fundamente beschädigt.

Nur der Turm mit seiner Madonna steht unverändert in der total zerstörten Stadt.

Im Jahre 1961 wird die Marienkapelle endlich nach langer Zeit wieder geöffnet.

Warum wir dieses Thema gewählt haben
Wir haben uns die Marienkapelle ausgesucht, da wir dieses Thema sehr interessant fanden und darüber auch einiges an Material gefunden haben. Wir werden euch über ihre Geschichte berichten, wo und wann sie errichtet wurde und was vorher auf dem Platz war, wo jetzt die Kapelle steht.

Wie wir zum Thema recherchiert haben
  • Freunde in der Nähe von Würzburg
  • Internet
  • Marianne Erben; Unser Würzburg
  • Lexikon (Neues Lexikon) Naumann & Göbel ISBN 3-625-10440-7
 

 


 
Gymnasium Altona Eine Leistung der Klasse 8a im Schuljahr 2000-2001
Verantwortlich für den Inhalt: Susanne Bolte-Hermann (Klassenlehrerin)
Gymnasium Altona - Hohenzollernring 57 - 22763 Hamburg