Marienkapelle
Die Marienkapelle ist eine spätgotische
Hallenkirche der Bürgerschaft, mit dem Bau für die Kapelle
wurde im Jahre 1377 begonnen, den Turmbau eingeschlossen, vollendeten
sie den Bau im Jahre 1480.
An der Marienkapelle befindet sich eine reiche
plastische Bauzier, z.B. die Portalfiguren Adam und Eva, wovon sich
das Original von Riemenschneider jedoch in Maifränkischen Museum
befindet. Die Kopien der beiden Figuren wurden im Jahre1975 an die
Stelle der Originale gesetzt.
Auf der anderen Seite über dem Nordportal
wird die Verkündung dargestellt, ein Engel bringt Maria die
göttliche Botschaft von der Geburt ihres Sohnes: "Ave Maria
... Gegrüßt seiest du, Maria ... .", steht auf dem
Spruchband.
Die Kapelle bekam im Jahre 1945 eine neue
Ausstattung, da sie einige Zeit zuvor durch einen Brand bis auf ihr
Fundament zerstört worden war.
Auf dem Altar der Kapelle findet man einige
Tafelgemälde, z.B. die "Schöne Madonna" um 1420
und die Silbermadonna des 17.Jahrhunderts.
Dort gelegen sind auch zahlreiche Grabmäler
fränkischer Ritter und Würzburger Bürger. Darunter
auch die Grabmäler des Konrad von Schaumberg und des Tilman
Riemenschneider. Beim Marktportal ist auch die Grabstätte des
großen Barockarchitekten Balthasar Neuman (1687-1753).
Vor der Kapelle ist der Marktplatz und neben ihr
das älteste Kaufhaus von Würzburg.
In der Adventszeit kommen viele Leute auf den
Marktplatz vor der Kapelle, denn Weihnachtsbuden glitzern, duften und
locken, wenn der große Christbaum strahlt und wenn von der
Galerie der Marienkapelle herab die Posaunen Weihnachtslieder
blasen.
Bevor die Marienkapelle gebaut wurde, war der
Platz sehr sumpfig. Er wurde trockengelegt, als Bischof Rudolf von
Scherenberg dort ein Ritterturnier erlaubte.
Für dieses große Turnier, das letzte
das in Franken stattfand, wurden große Mengen von Sand
angekarrt. Dies merkt man heute z.B. noch daran, dass man den ganzen
Sand wieder wegbaggern musste als man vor ein paar Jahren vorhatte an
diese Stelle eine Tiefgarage zu bauen (es kamen auch noch ein paar
Reste von zerfallenen Holzhäusern zum Vorschein)
Und die Feuchtigkeit war nun auch wieder da.
Zur Marienkapelle :
Früher lebten die Juden dort, wo heute die
Kapelle steht. Als dann 1347 die Beulenpest, der "Schwarze Tod", in
Europa wütete, wurden die Juden verfolgt, da sie die Schuld
daran zugewiesen bekamen.
Im Jahre 1377 wurde der Grundstein zur heutigen
Marienkapelle gelegt (die Kirche wird Kapelle genannt, da sie keine
Pfarrkirche ist, sondern sie ist die Rats- und Bürgerkirche von
Würzburg.
1392 wird der Chor (Altarraum) eingeweiht.
1479 ist auch der Bau des Turmes der Kirche
beendet
1493 werden Adam und Eva am Südportal
aufgestellt.
Im Jahre 1711 wird der Turm durch einen
Blitzschlag zerstört.
Zwei Jahre später bekommt die Kirche eine
Barock Kuppel und darauf ihre Doppelmadonna aus vergoldetem
Kupfer.
1859 gefällt der Turm den Würzburgern
nicht mehr und er wird wieder gotisch.
1945 nach einem Angriff sind Dach, Fenster und
Inneneinrichtung zerstört, auch die Mauern sind bis in ihre
Fundamente beschädigt.
Nur der Turm mit seiner Madonna steht
unverändert in der total zerstörten Stadt.
Im Jahre 1961 wird die Marienkapelle endlich nach
langer Zeit wieder geöffnet.
| Warum wir dieses Thema gewählt haben |
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Wir haben uns die Marienkapelle ausgesucht, da wir dieses Thema sehr
interessant fanden und darüber auch einiges an Material gefunden
haben. Wir werden euch über ihre Geschichte berichten, wo und wann
sie errichtet wurde und was vorher auf dem Platz war, wo jetzt die
Kapelle steht.
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