Julius-Maximilians-Universität Würzburg
Im Jahre 1402 machte sich erstmals ein
Fürstbischof, mit dem Namen Johann von Egleffstein, daran eine
Universität zu gründen. Er erhielt von Papst Bonifax IX.
die Genehmigung zum Ausbau einer solchen Hohen Schule. Allerdings
bestand sie nicht sehr lange, da sie an einer wenig finanziell
gesicherten Grundlage scheiterte. So stellt sie heute aber doch
Würzburg neben Prag (1348)9 Wien (1365), Heidelberg (1366),
Köln (1388) und Erfurt (1392) in die Reihe der Städte, die
zu den ältesten Universitäten in Deutschland zählen.
Erst 150 Jahre später sollte die
Universität, die ja nun gescheitert war, wiedereröffnet
werden. 1582 wurde sie erneut von Fürstbischof Julius Echter
gegründet. Sie war rein katholisch und wurde politisch als
"Bollwerk für den Katholizismus gegenüber dem
Protestantismus" verstanden. Zum Zeitpunkt ihrer Gründung nahm
die Universität 1582 ihren Betrieb mit einer theologischen,
juristischen, philosophischen und medizinischen Fakultät auf.
Nach neunjähriger Bauzeit konnte Julius Echter am 08. September
1591 die sogenannte "Alte Universität" einweihen.
Es gab strenge Regeln in Echters
Universität, z.B. waren das Mitnehmen von Waffen, Trunkenheit,
Würfelspiel, der Besuch zweifelhafter Wirtshäuser,
Vermummung und das Baden im Rhein verboten.
Einer der Hauptgründe für die
Attraktivität der Würzburger Universität sind
zweifellos die zwölf Fakultäten, die fast alle
traditionellen Gebiete einer alten Universität umfassen. In
ihrer nun über 400-jährigen Geschichte zählte sie
immer zu den durchschnittlich größten deutschen
Universitäten. Heute gehört sie zu den größten
Universitäten in Bayern. Den rund 25.000 Studenten stehen 350
Professoren und etwa 2700 wissenschaftliche Mitarbeiter und
Mitarbeiterinnen zur Verfügung.
Schon vor Gründung der Universität,
seit dem 14. Jahrhundert, haben Zünfte Würzburger
Handwerker die Selbstverwaltung der Stadt mitgestaltet. Heute
prägen über 1200 Betriebe mit knapp 15.000
Beschäftigten und einem Umsatz von ca. 2,5 Milliarden DM
nachhaltig das Wirtschaftsleben der Stadt, teils mit einzigartigem
Können, wie z.B. im Kunsthandwerk.
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